Gegründet wurde der Schützenverein Merklingen am 6. September 1963 in der damaligen Brauereigaststätte Geiger. Die Gründungsversammlung wurde geleitet vom Kreisschützenmeister Wilhelm Dürr aus Renningen. Geschossen wurde anfänglich in der Festhalle in Merklingen. In Eigenarbeit wurden Seilzuganlagen und Kugelfänge für 6 Luftgewehrbahnen gefertigt und jeweils zu den Schießzeiten installiert. 1964 wurde bei der Gemeinde Merklingen beantragt, dem Verein ein Grundstück zur Erstellung eigener Schießstände zur Verfügung zu stellen. 1966 wurde dem Verein gestattet, auf der schon früher als Schießanlage benutzten Anlage, ein Schützenhaus und Schießbahnen zu errichten. Im Februar 1970 konnte begonnen werden: Das Gelände für den Bau des Schützenhauses wurde ausgerodet, der Waldweg vom alten Merklinger Sportplatz zum Schützenhaus wurde zur Zufahrt für Baufahrzeuge hergerichtet.

Eine Bauhütte wurde aufgestellt

Chronologische Abfolge
der Bauaktionen:

7. September 1971:
Bausteinaktion läuft an

15. November 1971:
Rohbau-Abnahme-
bescheinigung
vom Landratsamt Leonberg erhalten.

Mai 1972: Beginn der Innenausbauten
Bau von 7 Ständen für Luftgewehr, Luftpistole, CO2-Waffen auf 10 m
Schussentfernung, davon
2 Stände wahlweise für Zimmerstutzen auf 15 m

5 Stände für Faustfeuerwaffen aller Kaliber auf 25 m Schussentfernung.

20. Dezember 1972:
Landratsamt Leonberg erteilt Erlaubnis zur Ausübung des Schießsports in der neuen Anlage.

13. Januar 1973: Jahreshauptversammlung
Erstmals können die Mitglieder im neuerbauten

23. Mai 1970: Das Schnurgerüst wird erstellt.
Das war der Startschuss zum Fundamentausheben,
Betonieren und Mauern.
16. Januar 1971: 
Richtfest
Der Rohbau

Schützenhaus mit den dazugehörenden Schießanlagen begrüßt werden.

März 1974:
Mit dem Ausbau der Außenanlage wird begonnen. Der Vorplatz und die Gehwege wurden mit Platten versehen. Eine Stützmauer wurde betoniert, das Gelände planiert, angeböscht und Gras eingesät. Als Zugang zum Haus wurde eine Freitreppe verlegt.

1. August 1974:
Ende der Bausteinaktion

19. November 1976:
In einer Ausschuss-Sitzung kann die Bezuschussung der Stadt Weil der Stadt
für Wasser, Strom und Telefon bekanntgegeben werden.

März 1977:
Beginn der Baggerarbeiten für Wasser, Strom und

Telefon, die Arbeiten können am 18. Mai 1977 beendet werden.

24. Mai 1978:
Planung des Anbaus

27. Mai 1978:
Fundamentaushub für die KK-Bahnen

7. März 1980:
Richtfest des Anbaus

28. Oktober 1982: Anbauabnahme

Und auch nach diesem Termin gab es noch genug zu tun: die Kugelfang-
Holzschichtung bei 100 m mit Splitterschutz, die Beleuchtung auf 50 und 100 m, Fußböden mussten verlegt werden, Trennwände erstellt, die Außenfassade verputzt werden.

Wie man sieht, haben die Gründer des Vereins viel geleistet! Um das zu verdeutlichen, nachstehend Ausschnitte aus zwei Zeitungsartikeln:
 

10. August 1974 - Leonberger Kreiszeitung

Der Speis kam über die “Brücke am Kwai”

Die Kelle wurde Lieblings-”Waffe”

Nach dreieinhalb Jahren Feierabend-Bau: Merklinger Schützen sind jetzt unter Dach

Weil der Stadt-Merklingen: Als “Brücke am Kwai” lebt eine abenteuerliche Konstruktion zum Speis-Transport in den Vereins-Annalen weiter, und ein Hobby-Maurer richtete sich gar mit eigener Rettich-Zucht vor Ort auf einen langen “Frondienst” ein: Nach dreieinhalb Jahren Feierabend-Bauzeit, in denen die Kelle gleichsam zur Lieblings-”Waffe” avancierte, sind Merklingens Schützen jetzt endlich unter Dach. Mit seinem neuen Heim nebst Schießanlage hat sich der erst 1963 gegründete Verein bereits im “Kindesalter” ein Denkmal für Zusammenhalt und Rührigkeit gesetzt.
 

30. April 1981 - Wochenblatt Weil der Stadt

Alles in Eigenarbeit

Umbau im Wald: Schützenhaus Merklingen wird erweitert

Das in einer idyllischen Waldlichtung gelegene Vereinsheim des Schützenvereins Merklingen 1963 e.V. wird zur Zeit von freiwilligen Helfern umgebaut. Wenn der Umbau Ende des Jahres fertig sein wird, wird es eine neue 100-m-KK-Bahn mit vier Ständen haben und zusätzliche Räume für die Pächter der Vereinsgaststätte.